3000 Meilen im Kilt durch die USA

Wie ein 22-jähriger Schotte die USA zu Fuß durchquerte und dabei über eine Million Pfund für psychische Gesundheit sammelte.

Craig Ferguson in Edinburgh

Veröffentlicht:

/

Bearbeitet:

/

Lesedauer: ca.

2–3 Minuten

Neben dem Sieg der schottischen Nationalmannschaft — 1:0 gegen Haiti beim WM-Auftakt im Gillette Stadium bei Boston — gab es noch einen weiteren Grund zur Freude für die Schotten. Und nicht nur für die mitgereisten Fans.

Der 22-jährige Schotte Craig Ferguson beendete am vergangenen Freitag seinen Fußmarsch quer durch die Vereinigten Staaten — von der Westküste an die Ostküste.

Die Motivation

Der Grund für den Marsch ist persönlich: Ferguson war ganz nah dabei, als der Vater seines besten Freundes Suizid beging. Und auch in seinem eigenen Umfeld erlebte er, wie Menschen mit psychischen Problemen kämpften. Seitdem setzt er sich öffentlich für das Thema ein — mit jedem Schritt, den er tut.

Bereits 2024 war der damals 20-Jährige aus Paisley allein von Schottland nach München gelaufen — durch sechs Länder, in 41 Tagen — zum Auftaktspiel der EM zwischen Schottland und Deutschland.

Damals sammelte er über 77.000 £ für die Männer-Mental-Health-Organisation Brothers in Arms. Doch dieses Mal setzte er sich ein noch ehrgeizigeres Ziel: eine Million Pfund, diesmal für die Scottish Association for Mental Health (SAMH).

Der Marsch zur WM 2026

Im Februar 2026 brach er in Los Angeles auf und legte seitdem über 3.000 Meilen — rund 4.800 Kilometer — zu Fuß zurück. Täglich absolvierte er etwa die Distanz eines Marathons. Und das alles, natürlich, im Kilt.

Unterwegs plagten ihn nicht nur die körperlichen Strapazen der Strecke selbst, sondern auch Zweifel, ob das Spendenziel von einer Million Pfund überhaupt erreichbar wäre. Bis kurz vor dem Ziel sah es nicht danach aus.

Dann, am 11. Juni, einen Tag vor seiner Ankunft in Boston, klingelte sein Telefon. Am anderen Ende der Leitung: Schottlands First Minister John Swinney persönlich. Die schottische Regierung spende die fehlenden 400.000 Pfund — und damit war die Million erreicht. Ferguson beschrieb diesen Moment als die Bestätigung, die er gebraucht hatte, um die letzten Schritte zu gehen.

Am 12. Juni 2026 erreichte er den Boston Common, einen zentralen Park der Stadt. Dort wurde er von Familienmitgliedern, Freunden und der Tartan Army – den schottischen Fußballfans – empfangen und bejubelt.

Hinter ihm lagen 109 Tage und ein ganzer Kontinent. Stand heute (14. Juni) ist die Spendensumme auf 1.140.954 £ — rund 1,32 Millionen Euro — angewachsen.

Auf seiner Kampagnenseite unter https://www.thetartantrek.co.uk könnt ihr mehr zu seiner Aktion erfahren und weiterhin spenden.

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.