Bodenbewegungen – Einwohner von Coalsnaughton bleiben weiter evakuiert

Keine guten Nachrichten für rund 250 Einwohner:innen der Kleinstadt Coalsnaughton: Sie können weiterhin nicht in ihre Häuser zurückkehren.

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Keine guten Nachrichten für einige Einwohner:innen der Kleinstadt Coalsnaughton (Region Clackmannanshire, 12 km westlich von Falkirk): Sie können weiterhin nicht in ihre Häuser zurückkehren.

Am Abend des 18. Mai gegen 21 Uhr kam es plötzlich zu leichten, aber deutlichen Erdbewegungen in der Siedlung entlang der Straße „The Glen“. Vor den Häusern waren deutliche Verwerfungen in den Gehwegplatten zu erkennen.

Aus Sicherheitsgründen mussten rund 250 Menschen auf Aufforderung von Feuerwehr und Polizei innerhalb von Minuten ihre Häuser verlassen – ein Einsturz war nicht auszuschließen. Nur eine kurze Rückkehr unter Begleitung wurden gestattet, um wichtige Dokumente oder Gegenstände zu holen. Bis zur Freigabe ihrer Häuser müssen die Betroffenen anderweitig unterkommen.

Die Mining Remediation Authority (MRA), die britische Behörde für die Verwaltung des Kohlebergbaus und seiner Folgen, übernahm die Überwachung der Gegend und die Ursachenforschung.

Die Erdbewegungen wurden höchstwahrscheinlich durch den historischen Kohlebergbau in der Region verursacht – der Ortsname selbst gibt darauf bereits einen deutlichen Hinweis. Auf einer Karte der MRA sind unter der Siedlung in Coalsnaughton alte, oberflächennahe Abbaugebiete aus dem späten 19. Jahrhundert verzeichnet.

Ein Ende der Evakuierung ist noch nicht absehbar. Momentan bewegt sich die Erde noch zwischen zwei und zehn Millimeter pro Woche. Teilweise ist die Erde um mehr als 30 cm abgesunken!

Die MRA spricht davon, dass nach dem Abklingen der Erdbewegungen noch einmal sechs Monate Überwachung erforderlich seien – das wäre dann kurz vor Weihnachten dieses Jahres.

Verständlich, dass die Betroffenen unzufrieden sind und die weitere Entwicklung mit großer Sorge beobachten. Zusätzlichen Frust schürt der schleppende Informationsfluss seitens der Gemeinde und der MRA.

Die schottische Regierung hat eine Million Pfund als Unterstützung für Maßnahmen der lokalen Behörden zugesagt.

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